SFDR 2.0 – Auswirkungen und Umgang mit ESG-Daten
ESG Shorts

In den vergangenen Ausgaben wurden neben dem Wegfallen des PAI-Statements auch die neuen Kategorisierungen der SFDR behandelt. Diese wesentlichen Änderungen führen unter anderem unausweichlich dazu, dass sich auch die Anforderungen an ESG-Daten verändern.
Durch die Veränderungen des Scopes der CSRD, welche zukünftig nur für Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter und 450 Millionen Umsatz gilt, wird der Anwendungsbereich der CSRD um rund 90% gesenkt. Dies hat zur Folge, dass die Daten aus der CSRD bzw. vereinzelt auch nach ESRS von deutlich weniger Unternehmen berichtet werden.
Da Asset Manager, Banken und KVGen die Daten allerdings für die Berechnung der Schwellenwerte der neugeschaffenen Kategorien oder dem PAI-Reporting auf Produktebene benötigen, stellt sich die Frage, wie die ESG-Daten die Endnutzer erreichen können.
Zukünftige Datenströme
Fragebögen
Anleihen
spezifische ESG-Daten
ESG-Datenanbieter
konsolidieren und strukturieren die Daten und leiten diese in einem einheitlichen Format an verschiedene Kundengruppen weiter
Dachfondsmanager etc.
Durch den Wegfall der regulatorischen Pflicht, dürfte es unweigerlich dazu führen, dass es mehr Quellen von ESG-Daten geben wird. Dadurch wird die Einheitlichkeit der Daten geringer, da das zugrundeliegende Regelwerk der Erhebung der Daten unterschiedlich ist.
Bei ESG-Unternehmensdaten wird vor allem der freiwillige Berichtsstandard „VSME“ herangezogen werden. Noch ist allerdings unklar, ob die Finanzindustrie einen ausreichenden Hebel dafür hat, Unternehmen (vor allem aus dem Ausland) zur Offenlegung gem. VSME zu bewegen.
Relevanz von ESG-Datenanbietern
ESG-Datenanbieter haben in der Vergangenheit einen Großteil der Daten aus den Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen entnommen. Neben der strukturierten Erfassung lag der Vorteil dieser Methode zusätzlich darin, dass die Nachverfolgbarkeit der Daten möglich war. Zukünftig wird, aufgrund der verschiedenen Quellen die Harmonisierung der ESG-Daten zu einer zentralen Aufgabe der ESG-Datenanbieter, gleichzeitig aber auch zu einem USP der Branche.
Abzuwarten bleibt, wie die Level-2 Veröffentlichung der neuen SFDR aussehen wird. Erst dann wird es abzuschätzen sein, welche Daten in welcher Form relevant sind.
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